Heimische Heilpflanzen im Portrait

Meerrettich (Armorica rusticana) ist nicht nur ein beliebter Brotbelag, sondern ist ein Hit für unser Immunsystem. Die Wurzel dieses Kreuzblütlers enthält Senföl und Senfölglykoside und kann sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden.

 

Sie kann gemeinsam mit der Honig als Hustensaft oder Rachenputzer dienen, steigert die unspezifische Abwehr und ihr wird eine antibakterielle, antivirale und fungistatische Wirkung zugesprochen. 

Kren wurde traditionell bei grippalen Infekten und Infektionen der Atem- sowie Harnwege eingesetzt und fördert äußerlich angewendet die Durchblutung. Die Wirksamkeit wurde 1988 von der Kommission E wissenschaftlich bestätigt.

 

Verwendet werden die frischen oder getrockneten Wurzeln.

Den im Kren vorkommenden Senfölen wird eine antivirale Wirkung zugeschrieben. Kombiniert mit dem Kraut der Kapuzinerkresse wird die Krenwurzel – in Alkohol angesetzt - zur Behandlung von Atemwegs- und Harnwegsinfekten eingesetzt. 

 

Nebenwirkungen: Ein zu viel ist schädlich und Haut- und Schleimhautreizungen und Magenbeschwerden.

 

Anwendungsbeschränkungen: Keine Anwendung bei Magen- und Darmgeschwüren und Nierenerkrankungen. Nicht für Schwangere, Stillendende und Kinder unter 4 Jahren geeignet.

Bei äußerer Anwendung: Vorsicht bei Hauterkrankungen und vorsichtig dosieren.

Vorsicht auch beim Reiben der Meerettichwurzel, die Augen werden vor allem bei Berührung gereizt.

 

Im Volksglauben galt Kren als Beschützer und Glücksbringer. Ein Stückchen Meerrettich in der Tasche oder Geldbörse schützte vor Hexen, Drachen, wütenden Hunde und liess die Geldbörse nie leer werden. 

 

Verwendung in der Küche: 

Die Blätter sind besonders von März bis Mai frisch gehackt als Gewürz zu vielen Speisen eine leckere Beigabe. Der Grundgeschmack der Pflanze ist kresseartig, allerdings wesentlich intensiver und schärfer.

Die Blüten gebraucht man von Mai bis Juli als scharfe essbare Dekoration. 

 

 

 

Quellenverzeichnis:

Bühring, U. (2011): Praxislehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde, Karl F. Haug Verlag Stuttgart, S. 518

Dr. J. Grünwald; C. Jänicke: Grüne Apotheke, GU Verlag, Berlin 2014

H. Schilcher; S. Kammerer; T. Wegener: Leitfaden Phytotherapie, 4. Auflage, Urban & Fischer, München 2010

buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien

http://www.arzneipflanzenlexikon.info
www.bfarm.de
www.pharmawiki.ch