Heimische Heilpflanzen im Portrait

Der Echte Salbei, Garten-Salbei, Küchen-Salbei oder einfach nur Salbei ist wohl der bekannteste Vertreter der Gattung Salvia, er ist wild im gesamten Mittelmeerraum verbreitet und bei uns in vielen Bauerngärten zu finden. Um zu überleben braucht die Pflanze den Winter über etwas Schutz.

 

Salbei bietet nicht nur eine geschmackliche Erweiterung in vielen mediterannen Gerichten, er enthält auch viele heilsame Inhaltsstoffe, wie ätherisches Öl, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, Triterpene und Steroide.

 

Von ESCOP / Kommission E wird Salbei innerlich bei Funktionsstörungen des Magen-Darm-Traktes und bei starker Schweißproduktion empfohlen sowie äußerlich bei Entzündungen der Mundschleimhaut und des Rachenraumes.

 

Verwendet werden die frischen oder getrockneten Blätter, die erst unmittelbar bei der Zubereitung zerkleinert werden. Hergestellt werden Aufgüsse und alkoholische Ansätze, die zum Gurgeln, Spülen sowie für die innerliche Anwendung eingesetzt werden.

 

Gurgellösung oder Mundspülung:

Mehrmals täglich 2 TL Salbeiblätter mit einem Glas heißem Wasser aufgießen oder 5g alkoholischen Auszug mit einem Glas kaltem Wasser verdünnen.

 

Salbeizuckerl - zur Vorbeugung gegen Rachenentzündungen

 

Nebenwirkungen:

Das ätherische Öl des Salbeis enthält Thujon, das bei alkoholischen Auszügen in diesen übergeht. Eine starke Überdosierung kann Schwindelgefühle und Herzrasen auslösen. 

 

Anwendungsbeschränkungen:

Schwangere und Stillende sollten reines ätherisches Salbeiöl und alkoholische Auszüge aus Salbei nicht einnehmen.

 

 

 

 

Quellenverzeichnis:

Bühring, U. (2011): Praxislehrbuch der modernen Heilpflanzenkunde, Karl F. Haug Verlag Stuttgart, S. 518

Dr. J. Grünwald; C. Jänicke: Grüne Apotheke, GU-Verlag, Berlin 2014

H. Schilcher; S. Kammerer; T. Wegener: Leitfaden Phytotherapie, 4. Auflage, Urban & Fischer, München 2010

buecher.heilpflanzen-welt.de/BGA-Kommission-E-Monographien

http://www.arzneipflanzenlexikon.info
www.bfarm.de

www.pharmawiki.ch